AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) - Bewerbungstraining-Team

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Profiling mit berufspraktischer Orientierung

Heranführung an den Arbeitsmarkt

Maßnahme Nr. 033-1176-2016

Dauer:1 Monat
Unterrichtstage:Montag bis Freitag
Uhrzeit:08:00 bis 15:00 Uhr
Methode:Präsenzunterricht mit Fachdozent
Ort:Schwerin

Beratungstermin
Profiling mit berufspraktischer Orientierung (Schwerin)

Interessentdaten

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Termine:
auf Anfrage

Ziele

Eine persönliche und fachgerechte Betreuung, individuelle Einzelgespräche und Leistungen in Form von Vorbereitungsmodulen schaffen die Voraussetzung, den Teilnehmer im Rahmen einer §45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB III Maßnahme erfolgreich an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. 

Die Schwerpunkte sind dabei:

  • Integrationsberatung, d.h. Unterstützung im Bewerbungs- und Aktivierungsprozess
  • Ermöglichen einer nachhaltigen Integration in den ersten Arbeitsmarkt
Je nach individueller Problemlage werden Potentiale von Schutzsuchenden im sogenannten „Echtbetrieb“ identifiziert, Perspektiven aufgezeigt, wichtige Informationen zu den Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt gegeben und Bewerbungsaktivitäten unterstützt. Zum Ende der Maßnahme liegt für jeden Teilnehmer ein Bericht vor, der Aussagen zu seinen berufsfachlichen Kenntnissen und seinen Stärken enthält sowie Empfehlungen gibt für weitere Handlungsbedarfe.

Inhalte

Profiling und Kompetenzfeststellung

1. Aufnahmegespräch
  • Allgemeine Daten (persönliche Daten, Rechtskreis, ggf. Aufenthaltstitel)
  • Analysegespräch
    - Situationsschilderung / -analyse
    - Ziel: Einzelcoaching richtet sich nach Fragen / Bedürfnissen des Teilnehmers
  • Konzeptiongespräch / Terminierung
    - Bestimmen der Coachingthemen / Modulumfang
    - Gemeinsames Erarbeiten einer Zieldefinition
    - Bestimmen der Folgetermine

2. Voraussetzungen für den Maßnahmeerfolg
  • (falls erforderlich) Einschätzung der Deutschkenntnisse
  • Eventuelle vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

3. Aktuelle Qualifizierung des Kunden
  • Berufswunsch
  • Welche Qualifikation liegt vor?
    (nachweislich / ggf. Berufsanerkennungsverfahren / Gleichwertigkeitsfeststellung)
  • Mobilitätsbereitschaft
  • Sprachkenntnisse

4. Kompetenzen und Potenziale ermitteln
  • Kompetenzfeststellung
    - Methoden- / Aktivitäts- / Umsetzungskompetenz
    - Sozialkommunikative / Personale Kompetenzen
    - IT- und Medienkompetenzen

  • Standortbestimmung
    - Stärkenanalyse
    - Potenzialanalyse (Verbesserungspotenziale / Integrationshindernisse)
    - Abgleich Stärken und Potenziale

  • Handlungsbedarfe in den Schlüsselgruppen:
    - Qualifikation
    - Leistungsfähigkeit
    - Motivation
    - Rahmenbedingungen
    - Ziel: Berichterstellung für TeilnehmerIn und Integrationsbeauftragten (BA / JC)

5. Ziele festlegen

  • Aufnahme Beschäftigung im 1. Arbeitsmarkt (regional, ggf. überregional?)
  • Tätigkeiten jenseits des 1. Arbeitsmarktes (Definition?)
  • Aufnahme einer Bildungsmaßnahme (Umschulung / Ausbildung / Weiterbildung), 
    die dem Eintritt in den 1. Arbeitsmarkt vorgeschaltet wird (regional, ggf. überregional?)

6. Strategie / Strategiebündel

  • Umsetzungsfahrplan beschließen
  • Umsetzung Handlungsbedarfe (vermittlungshemmende)
  • Strategien in Anlehnung an das Integrationskonzept der BA

7. Umsetzung und Nachhalten

  • Profiling-Abschlußbericht (Zusammenfassung Ergebnisse 1-3, Empfehlung Strategie aussprechen). Ergänzt wird dies durch individuell geäußerte Anforderungen der regionalen JC / AFA am jeweiligen Standort.
  • Weitere Anschlussbetreuung / -begleitung des Kunden gewährleisten
    - über AVGS Maßnahme branchenspezifisch berufspraktische Qualifikation
    - über fbW Maßnahme (Zertifikatslehrgang, Umschulung)

8. Bewerbungsunterlagen optimieren

  • Inhalte Lebenslauf / Anschreiben
  • Aufbau Lebenslauf / Anschreiben
  • Analyse einer Stellenanzeige
  • Analyse überarbeiteter Lebenslauf
  • Erarbeitung / Optimierung Lebenslauf anhand von Stellenanzeigen
  • Analyse überarbeiteter Anschreiben
  • Erarbeitung / Optimierung Anschreiben anhand von Stellenanzeigen
  • Deckblatt / Qualifikationsprofil
  • Initiativbewerbungen
  • Online Bewerbungen

9. Vorstellungsgespräch vorbereiten

  • Erfolgsrelevante Aspekte im Rahmen eines Vorstellungsgespräches
  • Optimierung Vorbereitung / Nachbereitung Vorstellungsgespräch
  • Analyse der Stärken / Schwächen
  • Identifizieren von persönlichen Fehler- und Chancenpotenzialen
  • Umsetzung Übungsgespräch
  • Analyse Übungsgespräch

Betriebliche Erprobung

Für drei Berufsbereiche ist eine Maximaldauer der berufspraktischen Erprobung von vier Wochen inklusive begleitendem Coaching vorgesehen, d.h. insgesamt eine maximale Gesamtdauer von 180 UE der betrieblichen Erbrobung in dieser Maßnahme. Davon als Richtlicnie 172 UE betriebliche Erprobung und 8 UE Coaching.

Coachingthemen

  • Zeit- und Selbstmanagement
  • Arbeitsstruktur und Selbstorganisation

Pflege und Betreuung

  • Praktisches Arbeiten im Pflegezimmer
  • Mögliches Themenspektrum: Körper- und Mundpflege; Essen und Trinken, PEG-Sonderernährung;
    Hygiene; Übergabegespräch, Anleitungsgespräch
  • Zusammenarbeit mit angrenzenden Berufsgruppen; Sturz, Dekubitus, Wundversorgung, Prophylaxen; Demenz, Vitalfunktionen und Notruf, Aufnahme/Entlassung/Überleitung; Medikamentengabe; Infusionen, Transfusionen Blut abnehmen; Betreuung, Freiheitsentziehende Maßnahmen; Feiern organisieren; Palliativpflege und Patientenverfügung; Psychisch kranke Patienten

Gewerblich-technische Branche

  • Praktisches Arbeiten in Werkstatt / Elektrolabor / an Maschinen
  • Mögliches Themenspektrum: Fertigungstechnik, Werkstofftechnik, Werkzeuge und Bauelemente, Elektrotechnik, Auftragsabwicklung, Telefonieren am Arbeitsplatz
  • Kaufmännische Branche
  • Praktisches Arbeiten im Office Bereich
  • Themenspektrum: Verkaufsgespräche, Präsentationstechniken, Diagramme und Grafiken beschreiben, Argumentieren und Stellung nehmen, Kundenbetreuung und -bedienung im Einzelhandel, Angebote und Rechnungen schreiben, Zahlungs- und Lieferbedingungen, Bericht verfassen.

Kaufmännische Branche

  • Praktisches Arbeiten im Office Bereich
  • Themenspektrum: Verkaufsgespräche, Präsentationstechniken, Diagramme und Grafiken beschreiben, Argumentieren und Stellung nehmen, Kundenbetreuung und -bedienung im Einzelhandel, Angebote und Rechnungen schreiben, Zahlungs- und Lieferbedingungen, Bericht verfassen.

Arbeitsmarktorientierung u. interkulturelles Training

Arbeitsmarkt- und Berufsorientierung

  1. Rechtliche Grundlagen
    Relevante Themen aus
    - BGB
    - Handelsrecht
    - Arbeitsrecht

  2. Arbeitsmarkt und Bildungsmöglichkeiten
    - Einstieg und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt
    - Bildungsmöglichkeiten

  3. Ämter und Behörden
    Ziele: der Teilnehmende ist in der Lage,
    - dem Telefonbuch oder Internet spezifische Informationen über Behörden zu entnehmen (z.B. Ansprechpartner, Adresse,
      Telefonnummer, Öffnungszeiten)
    - einfache und standardisierte Wegweiser zu verstehen (Eingangsbereich von öffentlichen Stellen und Behörden)
    - am Informationsschalter gezielte Auskünfte zu erfragen (Ansprechpartner, zuständige Stelle)
    - mit einfachen Worten auf eine Frage der Mitarbeiter zu anworten (z.B. nach persönlichen Daten, Familienstatus, Aufenthaltsstatus)
    - in Beratungsstellen mit einfachen Worten über sich selbst zu informieren (Probleme, familiäre Situation)
    - in Formularen persönliche Daten einzutragen
    - Sachbearbeiter um Unterstützung beim Ausfüllen zu bitten

Interkulturelles Training

  1. Sensibilisierung für folgende Aspekte der Interkulturalität
    - Funktion und Einflussnahme von Verwaltung
    - Kommunikationsgepflogenheiten auf Ämter und Behörden
    - Umgang mit Zeit in Ämtern und Behörden
    - Umgang mit Mitarbeitern von Ämtern
    - Gewichtung von Fristen, Regelungen und Absprachen

  2. Sensibilisierung für folgende Aspekte der Landeskunde
    - verschiedene Funktionen der bestehenden Ämter (Sozialamt, Rathaus, Arbeitsamt, Krankenkassen)
    - das es Anlaufstellen und Beratungseinrichtungen für den Umgang mit Behörden gibt
    - das gegen behördliche Entscheidungen Widerspruch eingelegt werden kann
    - weiß, dass Behörden zu einer ausführlichen Beratung verpflichtet sind

  3. Das kleine 1x1 der Bankgeschäfte
    - Girokonto, EC-Karte
    - Kredite, Zinsen
    - Überweisung, Dauerauftrag

Hinweis:

Dienstags und Mittwochs bieten wir in der Zeit von 08:00 bis 15:00 Uhr Bewerbungstrainings an. Darin sind folgende Themen enthalten:
  • Erstellen der Bewerbungsunterlagen
  • Stärken/Schwächen
  • Bewerbungstraining Coaching

Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Zielgruppe

  • Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende
  • Schutzsuchende und Geflüchtete, die eine professionelle Unterstützung zur Integration auf den Arbeitsmarkt benötigen oder wünschen
  • Ü-50 Arbeitssuchende
  • Berufsrückkehrer (Mütter/Väter aus Kinderzeit)
  • Schwerbehinderte Menschen (Rückkehr nach Krankheit)
  • Studienabbrecher

Zugangsvoraussetzungen

Personen, bei denen die Voraussetzungen für eine Förderung nach § 45 Absatz 1 SGB III vorliegen bzw. Personen, die berechtigt sind, einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein von der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter zu erhalten.

Förderung

Liegen die individuellen Voraussetzungen für einen AVGS vor, können die Maßnahmegebühren von der Bundesagentur für Arbeit oder vom JobCenter übernommen werden. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter. Weitere Informationen rund um den AVGS finden Sie unter unseren FAQ's.


Ihre Ansprechpartnerin

Ansprechpartner
Ricarda Kletzin

Standortkoordinatorin Schwerin
Fon 0385 5558776
Fax 0385 5558781
E-Mail r.kletzin@date-up.com

Seminaranfrage

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